Sparkling Gossip
Esmeralda

„Was, hast du jetzt Hemmungen?” Ich lachte laut und sah ihm ins Gesicht, nicht auf die Waffe achtend, die er in seinen zitternden Händen hielt.
„Tu es doch!“, rief ich. „Erschieß mich! Oder traust du dich nicht?“
„Aber...Joanne!“ Seine Stimme zitterte.
Ich lachte wieder.
„Kein ‚Aber Joanne’! Du weißt genau, wer ich bin!“
Seine Augen waren geweitet vor Schock.
Ich stand auf.
„Bleib wo du bist!“ Er tat einen Schritt zurück, zeigte aber noch immer mit der Waffe auf mich. „Oder ich schieße!“
„Das glaubst du doch wohl selbst nicht!“ Ich konnte den spöttischen Unterton in meiner Stimme nicht verbergen.
„Dave. Du könntest mich nicht mal erschießen, wenn du eine Ahnung von dem Ding da in deiner Hand hättest! Nicht mich, deine kleine Joanne!“ Ich grinste wieder und ging einen Schritt auf ihn zu. Er wich zurück, doch ich beachtete das gar nicht.
„Du kannst mich nicht töten! Zum Töten bist du viel zu schwach!“
Ich wusste nicht, an was er dachte, doch auf einmal stiegen Tränen in seine Augen. Ich lachte wieder.
„Oh nein! Habe ich dich zum Weinen gebracht?“ Ich grinste spöttisch.
„Joanne! Ich dachte, du liebst mich!“
„Tss! Liebe! Was weißt du schon darüber! Wahre Liebe hast du doch noch nie erfahren!“
„Aber...“ Er wollte etwas erwidern, doch er bekam nichts mehr heraus.
Ich ging weiter auf ihn zu und noch immer wich er vor mir zurück. Doch plötzlich stieß er mit dem Rücken an die Wand.
„Bleib wo du bist!“, rief er und zielte mit der Waffe auf mich, doch er zitterte wie nie zuvor.
Ich achtete nicht auf ihn, sondern kam ihm immer näher, bis ich direkt vor ihm stand und der Lauf der Waffe direkt auf meiner Brust lag.
„Los komm schon! Wenn du Mumm hast drück jetzt ab!“
Ich sah in seine vor Schreck geweiteten Augen und wartete. Doch er tat gar nichts und starrte mich nur an.
Ich schüttelte den Kopf und entwandt ihm die Waffe.
„Lass die Finger von Dingen, die du nicht verstehst“, sagte ich jetzt zu ihm und zielte nun meinerseits mit der Waffe auf ihn. Doch ich zitterte nicht, sondern drückte den Lauf auf seine Brust.
Er presste sich gegen die Wand und starrte mich an, scheinbar unfähig sich zu bewegen.
„Aber Joanne! Warum!“, flüsterte er nur.
Wieder musste ich lachen.
„Warum? Du fragst mich ernsthaft nach dem Warum? Du weißt, wer ich bin, ich brauche keinen Grund!“
Langsam wurde es nervig. Ich musste das ganze möglichst schnell beenden.
Noch ein letztes Mal grinste ich ihn an und hob die Pistole in meiner Hand zu seinem Kopf.
Er sah mich erschrocken an und ich starrte kalt in seine Augen. Die Sekunde schien ewig zu dauern, doch dann drückte ich ab.
Ein lauter Knall ertönte in der alten Fabrikhalle und schon klebte Blut und Gehirnmasse an der Wand hinter Daves Leiche.
Ich nahm meine Waffe, dreht mich um und achtete gar nicht mehr auf das Geräusch, als er zu Boden sackte.
Ich zog eine Spraydose aus meinem Rucksack und sprühte meinen Namen neben die Leiche.
Meinen Namen, den jeder kannte und vor dem jeder zitterte.

Esmeralda
Gratis bloggen bei
myblog.de

Main

Startseite Über... Gästebuch Archiv Kontakt

The Dark Side

Bullet of Death Erlöst Verurteilt Liebe ohne Zukunft Five Minutes Vergiss mein nicht Songtexte Bilder Bloody Day - My World Bloody Day - Angels Bloody Day - Sex, Blood and Rock'n'Roll Bloody Day - Razor Bloody Day - Esmeralda Bloody Day - Credits

Links

Christina Death
Lake Bodom
Orkus
Zickenkrieg

Made by

Sparkling Gossip